Wenn das Netzwerk und BRAS es unterstützt, dann ist auch bei PPPoE 1500 Byte möglich.
Sollte das der Fall sein, kann man bei einem Mikrotik CPE auf der PPPoE Verbindung bei Max MTU und Max MRU 1500 eintragen, dann wird versucht 1500 Byte auszuhandeln. Man sollte auch die MTU des physischen Interfaces um 8 Byte erhöhen, manchmal ist das auf den Mikrotik aber nicht notwendig (weil einstellbar nur die L3 MTU ist und die L2 Frame Size eh höher ist).
Die meisten Access Netzwerke unterstützen dass mittlerweile ohne Probleme, inklusive TIM, EOLO, Brennercom, usw.
Die PPPoE Verbindung auf 1500 zu fahren löst jegliche Art von MTU Problem, da MSS clamping nicht mehr notwendig ist und auch PathMTU nicht benötigt wird, solange der MTU Flaschenhals nicht irgendwo am anderen Ende des Internet ohne MSS Clamping ist.
Wichtig immer konkret zu testen ob die MTU auch wirklich funktioniert.
Bei Windows nutzt man ping -f -l 1472 <ziel>, bei Linux ping -M do -s 1472 <ziel>.
1472 Bytes ist die ICMP Payload Length die nach 8 Byte ICMP header und 20 Byte IPv4 header zu einem 1500 Byte großen IP Paket führt.
Auch der TCP/IP Analyzer unten links auf https://www.speedguide.net/ hilft hier, indem MTU und MSS angezeigt wird.
Für IPv6 ist natürlich nochmal alles anders, aber wenn es auf der gleichen PPPoE Session läuft und diese 1500 Byte MTU hat, dann muss auch IPv6 problemlos funktionieren.